Grabenkämpfe sind im Metal an der Tagesordnung – aber wie steht es prinzipiell um die Offenheit oder Engstirnigkeit unserer Szene? Das fragt sich jetzt auch Morbid Angel Gitarrist Trey Azagthoth.
Sein Plan: er möchte ein paar Events realisieren, auf denen Morbid Angel spielen, es neben Death Metal aber auch DJs gibt. Die DJs sollen aber aus allen extremen Musikformen kommen – sei es Industrial, Hardcore, Terrorcore, Jungle Drum and Bass oder ähnlichem.
„Geht nicht, Metaller wollen so was nicht,“ hieß es jetzt von eventuellen Organisations-Partnern. „Alles Quatsch,“ sagt der Morbid Angel Gitarrist. „So lange es verdammt hart und krank ist“, sollte es für Metaller passen.
„Metal ist doch für Leute, die von den Restriktionen und Sicherheiten des Mainstream gelangweilt sind. Metal geht um Selbst-Erfahrung, darum, nicht wie ein Schaf dem Hirten zu folgen. […] Wenn es keine Experimente gibt, gibt es auch nie etwas Neues.“
Und so gibt Trey Azagthoth den Vorwurf seiner Partner als Frage an die Metaller der Welt weiter: würde ein solcher Gig mit Death Metal, Drum and Bass, Industrial etc. hinhauen? Oder zielt der Künstler in seiner „Kunst als Selbstwert“-Ansicht übers Ziel hinaus?