So klingt das neue Bullet For My Valentine-Album VENOM!
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1 von 12‘V‘: Düsterer, ungewisser Instrumental-Einstieg. Das Stück generiert seine Atmosphäre mit quietschenden, immer lauter werdenden Gitarren und unheimlichem Geflüster, das am Ende in Gurgeln übergeht, ...Foto: Frank Meissner. All rights reserved.
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2 von 12‘No Way Out’: ... welches zur ersten Single überleitet und in Geschrei mündet. Hier kommt das das typische BFMV-Schema mit klar gesungenem Refrain und Geschrei in den Strophen zum Tragen. Dazu punktet der Song mit packenden Riffs und dem Thema Ausweglosigkeit.Foto: Frank Meissner. All rights reserved.
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3 von 12‘Army Of Noise’: Musikalisch gelungene Vertonung des Titels: Rollende Gitarren, hoher Mitnick-Faktor, wendungsreiche Melodien, live-taugliche „Oh-ohs“ und ein wunderbares Heavy Metal-Gewitter in Minute vier. Leider überwiegt zum großen Teil der Klargesang – hier wäre analog zum Thema des Albums mehr gesangliche „Noise“ drin gewesen.Foto: C. Rose www.blackrose-photos.de. All rights reserved.
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4 von 12‘Worthless’: Beginnt mit dem einschneidenden Schrei „You´re worthless to be!“ und Gitarren im langsameren Midtempo. Anklagende, verhängnisvoll dahinschreitende Nummer, zu Beginn mit entsprechend zerbrechlicher Stimme, danach mit mächtigen Breakdowns. Die Geschwindigkeit schreitet weiter langsam dahin. Großteils Klargesang, dazwischen aber auch mal Growlen; die Kernaussage „I don´t wanna hear that you´re sorry – your words mean nothing to me!“ wird erst bedrückt gesungen, gegen Ende mit Nachdruck gebrüllt – atmosphärisch großes Tennis.Foto: Frank Meissner. All rights reserved.
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5 von 12‘You Want A Battle? (Here´s A War)’: Klarer Hit-Höhepunkt der Platte, der die Gratwanderung zwischen Härte und Melodie zur Perfektion meistert! Das Stück beginnt mit epischem Chorgesang, welcher abrupt von Tucks Geschrei unterbrochen wird. Davon abgesehen punktet besonders der klar gesungene, mitreißende Refrain um die titelgebenden Zeilen „Your want a battle – here´s a war“, der immer wieder in emotionale Wutausbrüche mündet. Dazu tauchen erneut die bereits bekannten „Oh-ohs“ auf, die für beste Live-Stimmung und lautstark mitsingende Fans sorgen dürfen.Foto: Frank Meissner. All rights reserved.
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6 von 12‘Broken’: Es geht stark weiter: Einstieg mit einem markerschütternden Schrei sowie vorzeigbar schnellen Rifforgien und einer etwas später einsetzenden sägenden Hintergrundgitarre; dazu abwechselnder Klargesang und unbarmherzige Screams vor bahnbrechenden Breakdowns. Thematisch dreht sich das Stück um die etwas weinerlichen Refrain-Zeilen „Don´t try to fix me when I´m broken“ – zum emotionalen Chaos passend gelingt den Walisern die Variation der Gewalten auch hier wieder gut.Foto: Frank Meissner. All rights reserved.
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7 von 12‘Venom’: Überraschung: Ausgerechnet der Titeltrack lässt sich ruhiger an – doch gerade in dieser Disziplin zeigen Bullet For My Valentine keine Schwäche: Dafür sorgen die balladeske Stimmung, hoch emotionaler Klargesang und die greifbar tragische Atmosphäre, inklusive Gänsehaut, Schunkel- und Feuerzeugalarm. Trotz mangelnder Härte gerät der Titeltrack damit zu einem der besten, weil packendsten Stücke von VENOM.Foto: Frank Meissner. All rights reserved.
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8 von 12‘The Harder The Heart (The Harder It Breaks)’: Besonders zu Beginn das Gegenstück zur soften Ballade: Eruptive Schreie treffen auf zackige, klar gesungene Zeilen. Es folgt ein turbulentes Hin und Her zwischen dem hoch melodischen, einfühlsam gestalteten Herzschmerz-Refrain und gebrüllten Strophen. Für die gefühlvolle Fraktion eine Pflichtnummer!Foto: Frank Meissner. All rights reserved.
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9 von 12‘Skin’: Gefällige Midtempo-Nummer mit klarem Gesang, straighter Melodie, weiteren „Oh-ohs“ und dem ein oder anderen Breakdown. Der Track bleibt erst blass, nimmt im Mittelteil aber ordentlich Fahrt auf und lässt Geschrei und verspieltes Riffing zu. Solide.Foto: Frank Meissner. All rights reserved.
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10 von 12‘Hell Or High Water’ Im Refrain gelungenes, hoch melodisch riffendes Stück, das straight voran rockt und den Hörer konstant mitnicken lässt. Nicht von schlechten Eltern klingt auch das mitreißende Gitarrensolo, das nach einem düsteren Intermezzo die letzte Minute des Tracks einleitet.Foto: CKönigsmayr/kingsizepictures.co. All rights reserved.
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11 von 12‘Pariah’: Ballernder Beginn, mit Härte überzeugende Strophe und ein episch klarer Refrain – hier kommt das grenzgängerische Potential Bullet For My Valentines erneut zum Tragen. Der gelungene Abschluss eines überzeugenden, für die Entwicklung der Band konsequent wirkenden Albums.Foto: CKönigsmayr/kingsizepictures.co. All rights reserved.
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12 von 12Fazit: Respekt, die Herren! Was Bullet For My Valentine auf VENOM anstellen, kann sich nicht nur gut hören lassen, sondern hat bei genug Einwirkungszeit sogar das Zeug zum modernen Metal-Klassiker im unwiderstehlichen Schnittpunkt von Härte und Melodie. Im Vergleich zu TEMPER, TEMPERFoto: Frank Meissner. All rights reserved.
Der Titel und das Cover
Wer sich beim Titel des Neulings an das zehn Jahre zurückliegende Debütwerk THE POISON erinnert fühlt, wird enttäuscht: Eine Verbindung zwischen beiden Alben ist von der Band nicht beabsichtigt; der ähnliche Titel beruht laut Sänger Matt Tuck auf einem Zufall. VENOM weißt dazu kein übergreifendes Konzept auf, sondern besteht aus elf voneinander unabhängigen Stücken. Lest oben in der Galerie, wie die einzelnen Songs klingen!
Das Artwork der Platte ziert der große, von einer Schlange umschlungene Buchstabe V, der nicht nur auf den Albumtitel hindeutet, sondern im Lateinischen auch die Zahl fünf symbolisiert – ein Hinweis darauf, dass es sich bei VENOM um das fünfte Studioalbum von Bullet For My Valentine handelt.
Die Musik
Musikalisch bewegt sich die Band, die Presse und eine Handvoll Fans am 17. Juni zur Albumvorstellung in die Berliner Jägerklause lud, wieder mehr zu ihren Ursprüngen zurück. Ihre – in der Wahrnehmung einiger Metaller oft umstrittene – Mischung aus emotionalem Klargesang und Shouts sowie mächtigen Riffs und Breakdowns bleibt bestehen, insgesamt wirkt VENOM jedoch eine Spur wuchtiger als der Vorgänger TEMPER, TEMPER (2013), mit dem sich die Band heute nicht mehr ganz zufrieden zeigt.
Eine kleine Änderung zeigt sich im Lineup der Waliser: Statt Jason James wird bei den kommenden Auftritten der ehemalige Revoker-Sänger und -Gitarrist Jamie Mathias am Bass zu sehen sein. Auf dem Album ist der Neuling allerdings noch nicht zu hören.
Mehr über die Hintergründe des Lineup-Wechsels und weitere Informationen zum neuen Album VENOM lest ihr in METAL HAMMER-Ausgabe 09/2015, die am 19. August erscheint.