
Name und Sound erinnern an die mit größerer Reichweite gesegneten Briten Green Lung – doch halt, Warlung waren vorher da. Na gut, ganz zuerst gab es natürlich die Siebziger Jahre, die beide noch jungen Bands in ihren psychedelisch-doomigen Tönen beeinflussen. Aus einem zeitgenössischen Kontext jedoch sind die Texaner Warlung dennoch in dieselbe Schublade zu stecken. Auf seinem fünften Album THE POISON TOUCH serviert das Quartett allerhand eingängige Songs, in denen sich grollende Sounds und sirrende Riffs, die Stoner-typisch eine trocken-heiße Wüstenatmosphäre suchen, die Hand reichen. Das moderne Songwriting der acht Songs huldigt kompakt den Altmeistern, Mitwippen stellt sich rasch ein.
🛒 THE POISON TOUCH bei AmazonDazu mischen Warlung okkulte Thematiken – die Zeile „I’m a […] magician of time“ aus ‘Spell Speaker’ sorgt ob der musikalischen Zeitreise, welche die Band unternimmt, mindestens für ein Schmunzeln. Das ist auch alles schön und gut, wenngleich THE POISON TOUCH markante Elemente fehlen, die Warlung das gewisse Etwas verleihen würden, um größere Begeisterungsstürme als ein Lächeln auszulösen. Doch ein Lächeln und ein anerkennender Vergleich nach oben sind ja auch nicht das schlechteste Resümee.
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