Tesseract Altered State

Progressive Metal, Century Media/EMI 10 Songs / VÖ: 24.5.

5.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

In der jüngeren Vergangenheit wurden Tesseract gemeinsam mit Periphery immer wieder als führende Kraft der künstlich erschaffenen Djent-Bewegung genannt. Sei’s drum. Fakt ist, dass die Engländer Anfang 2011 mit ONE für gehörigen Wirbel sorgten und sich nicht über mangelndes Lob in Europas Pressewald beschweren konnten. Auftritte in den Staaten oder Indien zeigten der Band, dass sie auch auf internationalem Terrain bestehen kann.

Der Ausstieg von Sänger Daniel Tompkins erwies sich dann jedoch als schwerer Verlust – Tesseract standen kurz vor der Auflösung. Elliot Coleman blieb ebenfalls lediglich für die EP PERSPECTIVE bei Tesseract. Mit Ashe O’Hara kehrte endlich Konstanz und Ruhe ein, sodass die Band-Köpfe Acle Kahney und Amos Williams motiviert die wichtige neue Scheibe ALTERED STATE in Angriff nehmen konnten. O’Hara erweist sich dabei als Topmann mit einem ausdrucksstarken Organ, das perfekt dazu geeignet ist, die mit zahlreichen Details liebevoll verzierten Stücke effektiv in Szene zu setzen.

Im Vergleich zu ONE befinden sich auf ALTERED STATE vermehrt ruhige, melancholische Momente, in welchen die Briten ihre Stärken besonders gut ausspielen können und die einen interessanten, warmen Kontrast zu den sehr technischen, harten Passagen bilden. Ein Song wie ‘Resist’ besitzt kommerzielles Potenzial. Auch ‘Retrospect’ oder ‘Nocturne’ sollten eine breite Hörerschaft ansprechen können. Und mit ‘Calabi-Yau’ ist Tesseract ein cooles Instrumental mit Trompeteneinsatz gelungen. Eine sehr starke Scheibe einer endlich wieder gefestigten Band, die wieder positiv in die Zukunft blicken darf.


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