Taking Dawn schicken sich an der Welt zu zeigen, wie sehr die Wüste rocken kann. Frisch aus der Glitzerstadt Las Vegas schmeißen sie ihr Debüt TIME TO BURN auf den Markt, um damit den Glam-Thron zu erobern.
Gelingen wird ihnen das aber nicht. Nach anfänglicher Euphorie über die Dynamik, die man anfangshalber noch zu spüren glaubt, wird der wippende Fuß immer langsamer. Die Intention: Arschtretender Rock’n’roll. Die Produktion: Technisch überperfektes Hochglanzwerk. Dass das nicht so ganz zusammenpasst, zeigt bereits der erste Durchlauf.
Sollte man sich aber an solchen Produktionen nicht stören, kann TIME TO BURN viel Spass machen: Die Lieder sind schnell, haben packende Melodien und sind garantierte Live-Kracher. Die eigentliche Wucht der Riffs kommt im Konzert hoffentlich besser zur Geltung. Mit ‘Close Your Eyes’ findet man sogar eine ordentliche Ohrwurmballade.
Vielleicht schaffen es Taking Dawn auf dem folgenden Album ja, ihre dreckige Seite auch in der Produktion hervor zu kehren, den Las Vegas Putz abzulegen und das ungezügelte, rotzige Innere raus zu lassen. Dann würde auf jeden Fall eine höhere Punktzahl winken.
Saskia Annen
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