Starkill Virus Of The Mind

Melodic Death Metal, Century Media/Universal 10 Songs / VÖ: 17.10.2014

6.0/ 7
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Die Metal-Szene wird im Moment von vielen jungen Bands geflutet, die hoch motiviert und handwerklich oft überraschend solide zu Werke gehen. Eine davon ist die Gruppe Starkill aus Chicago, die 2012 gegründet wurde, 2013 ihr starkes Debüt FIRES OF LIFE vorlegte, und jetzt, nur anderthalb Jahre später, ihren Zweitling VIRUS OF THE MIND veröffentlicht.

Die Besetzung der Truppe um Mastermind Parker Jameson und Drummer Spencer Weidner hat sich zwar auf zwei Positionen verändert, ihr druckvoller, epochaler Sound ist aber gleich geblieben: Starkill stehen wie zuvor für virtuose Geschwindigkeit, harsches, dunkles Gekrächze und starke Riffs, die aber auch mal von Geigenakzenten (‘Be Dead Or Die’), einschmeichelnden Melodien mit Ohrwurmcharakter (‘Virus Of The Mind’ – absoluter Höhepunkt des Albums!), Klavierklimpern (‘Before Hope Fades’) oder Sakralchören (‘Convergence’) unterlegt werden. Besonders das rollende, episch riffende Titelstück stellt ein gutes Beispiel für den Sound und die Spielfreude des Quartetts dar und dürfte live die ein oder andere Headbang-Orgie provozieren. Überhaupt haben die Jungspunde auf VIRUS OF THE MIND kompositorisch noch einmal zugelegt und agieren fokussierter sowie durchschlagskräftiger denn jemals zuvor.

Dazu entdeckt Sänger Parker Jameson bei dem hervorragenden ‘Winter Desolation’ sowie in ‘Skyward’ und ‘Before Hope Fades’ überraschenderweise die Möglichkeit des Klargesangs für sich und brilliert auch in dieser Disziplin mit leicht nostalgischer Note. Neben der Verstärkung ihrer Trademarks gelingt es den US-Amerikanern also auch, Neuerungen in ihr Spiel einzubinden und für Abwechslung zu sorgen – in so jungen Jahren eine solche Klasse vorzuweisen, ist bemerkenswert und wird die Band hoffentlich noch weit bringen.


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