Es wurde wirklich Zeit, dass eine Band frischen Wind in diesen elendig langweiligen Sludge-Sumpf bringt. Viel zu viele Gruppen verschwenden ihre (und unsere) Zeit damit, die gefühlt immer gleiche Kombination aus wummernder Rhythmusgruppe, ebensolchen Riffs und Shouts zu anzubieten. Snow Burial gehen anders heran, was mitunter daran liegt, dass sich das Trio selbst eher im Post Metal verorten würde. So kreieren die Chicagoer einen spannenden Verschnitt aus rohen Mastodon-Sounds mit Troy Sanders-Melodien und einem ordentlichen Schuss rockiger Klänge.
🛒 OSTRAVA bei AmazonDen Rausschmeißer ‘The Unforgiven’ beispielsweise starten Ben Bowman (Gesang und Gitarre), Brandon Seef (Schlagzeug und Gesang) und Nick Delehanty (Bass) mit einem melancholischen Picking inklusive Mandoline, nur um anschließend ein gerechtes Brett nachzulegen. ‘Sever The Bloodline’ kommt zunächst als typischer Sludge-Brocken daher und nimmt dann feine psychedelische Wendungen. Das akustische Zwischenspiel ‘Třinec’ fungiert als Hinführung zum treibenden Titelstück. Und ‘Burn The Crown Down’ changiert zwischen Raserei und Luftholen. Snow Burial könnten mit OSTRAVA ihr eigenes neues Genre erschaffen haben: Post Sludge.