Bereits Ende letzten Jahres hatten Skyharbor ihre dritte Platte in den Startlöchern, die sie zunächst komplett im Alleingang produzierten. Das Ergebnis überzeugte die international zusammengewürfelte Band leider nicht, sodass sie sich einem Label anschloss und das Ganze noch einmal von vorne anging. Seit GUIDING LIGHTS (2014) hatte sich im Line-up der Gruppe einiges getan.
So fand sich mit Aditya Ashok ein neuer Mann am Schlagzeug, während Eric Emery den Tesseract-Fronter Dan Tompkins ersetzte, was dem Sound der Band eine ganz andere Grundstimmung verleiht, die man auf SUNSHINE DUST jetzt in angemessener Länge ergründen kann. Nach kurzem Intro-Track erklingt die bereits vorab veröffentlichte Single ‘Dim’ und bereitet gut auf das vor, was das Neustwerk für seine Hörer bereit hält. Die größtenteils sphärische Stimmung wird im ersten Teil der Platte durch wenige schnelle Rhythmen aufgemischt und wirkt daher leider schnell etwas fad.
Skyharbor musizieren und komponieren jedoch nach wie vor mit ambitioniertem Ohr, sodass man sich vor allem in ihren instrumentalen Track ‘The Reckoning’ perfekt verlieren kann. Mit ‘Dissent’, ‘Menace’ und ‘Temptress’ folgt anschließend eine Reihe kraftstrotzender Songs, die in damaliger Djent-Härte erklingen und eine sehr angenehme Abwechslung bieten. Somit kommen Skyharbor mehreren Geschmäckern nach und lassen auf ihrem Album eine klare klangliche Entwicklung erkennen.