
Vom höchsten Berge hallt es; kein Alphorn (etwas Klischee muss sein), sondern METAMORPHOSIS, die neue Platte der schweizerischen Band Pertness. Was die Truppe mit Bergen zu tun hat? Nun, zunächst einmal wäre da die geografische Nähe, und außerdem bezeichnet das Quartett seinen Stil selbst als sogenannten „Swiss Highland Metal“. Klingt nach Folk-Musik und baut in Gedanken bereits eine Brücke zu den Kollegen Eluveitie. Damit haben Pertness aber relativ wenig zu tun. Dafür ist METAMORPHOSIS viel zu geradlinig, zu wenig mystisch – und allein der unterschiedlichen Instrumente wegen nicht im Ansatz vergleichbar.
🛒 METAMORPHOSIS jetzt bei Amazon kaufenAlso kaum Flöten, wenig Humppa und keine Drehleier – schade eigentlich. 2008 veröffentlichten die Männer ihr Debüt SEVEN TIMES ETERNITY, es folgten FROM THE BEGINNING TO THE END (2010) und FROZEN TIME (2012). Leichte keltische Einflüsse waren sicher stets vorhanden und sind es auch heute noch (‘Waves Of Pain’, ‘Flying To The Sun’, ‘There’s A Storm In My Mind’); doch mit abnehmender Dominanz. Stattdessen rückt der thrashige Hauch immer mehr in den Vordergrund. Dabei setzen Sänger Tom Schluchter und Co. auf schlichte Melodien und Texte, gewaltiges Schlagzeugspiel und heroisches Riffing. Die Kombination geht auf, auch wenn METAMORPHOSIS der finale Wow-Effekt fehlt.