Motörhead Bad Magic

Rock, UDR/EMI (13 Songs / VÖ: 28.8.)

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Wenn die Messe mit den – ins Mikro krakeelt, wie nur Lemmy das kann – netten Worten „Victory or die!“ beginnt, dann steht jeder stramm. Mit dem Gewehr (oder wahlweise Schwanz) in der Hand, kann die bitterböse Magie des Rock’n’Roll also ihre Flügel ausbreiten.

Nach dem flotten Opener stellt Herr Kilmister in ‘Thunder & Lightning’ erst einmal klar, wieso weshalb und warum er, und auch nur er, der God on the road ist: „Get what you want, do what you can – You’ll get more pussy if you’re in a band“ ist nur eine der zahllosen, es auf den Punkt bringenden lyrischen Meisterleistungen auf BAD MAGIC. Jenes ist Studioalbum Nummer 23 für Motörhead, und wie zu erwarten war, zeigen die drei Herren immer noch kein Erbarmen! Härtester Blues Rock mit gutem Durchschnittstempo und allem, was ein echtes Rock’n’Roll-Album ausmacht: Super Hooks, Top-Soli und eine Fick-dich-du-Wichser-Attitüde, wie sie seit Jahrzehnten unerreicht nur von Motörhead zelebriert wird.

Nach den harten Grooves in ‘The Devil’ kann man sich mit ‘Till The End’ wieder an einer echten Rock-Ballade erfreuen. Hierbei gibt sich Lemmy recht melancholisch und nachdenklich: „In my life the times have changed – I’m still the man I was – I don’t want to hear your fairy tales – All I know is who I am“, heißt es dort. Doch keine Angst, Lemmy ist bekanntlich unsterblich, und so steigt der Puls mit ‘Tell Me Who To Kill’ (Killer­solo!) und dem düster-metallischen ‘Choking On Your Screams’ (Killersolo!) wieder erheblich an. Mit dem Rolling Stones-Cover ‘Sympathy For The Devil’, welches tatsächlich so gut ist wie das Original (nur härter!), finden Motörhead einen würdigen Abschluss für ein Album, welches – nachdem es den Prüfstand der Zeit irgendwann hinter sich hat – zu einem der Top-Fünf-Motörhead-Alben werden könnte. In dem Sinne: Motörhead or dead! Ihr Lappen.


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