Motanka MOTANKA

Alternative Metal, Napalm/Universal (14 Songs / VÖ: 7.6.)

4.5/ 7
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Auf ihrem Debütalbum verbinden Motanka traditionelle Klänge ihres Heimatlands mit modernem Rock und Alternative Metal. Klingt interessant? Ist es auch. Und so sei bereits vor­weggenommen: Es lohnt sich, den Ukrainern etwas genauer auf den Zahn zu fühlen. Aufmerksamkeit erregte das Quartett bereits ver­gangenes Jahr: Im Rahmen des – auf dem Wacken Open Air stattfin­denden – Metal Battle (Band-Wettbewerb für Nachwuchsmusiker) konnte die Truppe überzeugen und belegte hinter Die From Sorrow aus China den zweiten Platz. Nicht die schlechteste Voraussetzung für die weitere Laufbahn, und sicher auch ein Grund für den wenig später folgenden Plattenvertrag. Ihren Stil bezeichnen Motanka selbst als ­Mystic Metal, was durchaus Sinn ergibt. Vor allem die sogenannte Dulcimer – in Klang und Spielweise an eine Zither erinnernd – kreiert wiederkehrend mystische Stimmung.

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Der Kehlkopfgesang und die rituell anmutende stimmliche Präsentation von Viktor Zhalnin unterstreichen diesen Charakter noch. Trotz weni­ger Worte in Nummern wie ‘Fire Burns’ vermitteln Motanka durch inbrünstige Darbietung zu jeder Zeit Emotionen. Egal, ob sanfter Gesang oder Growls, auf Zurückhaltung folgt ein erneutes Aufbäumen (‘Pace Of The Space’). Manchmal beinahe meditativ (‘What Are You Living For?’) und oft spirituell beschwörend (‘Des‘ u horakh’) oder gar mit Voodoo-Charakter (‘Voroh’) lebt dieses Album von seiner Intensität; manchmal sogar zu sehr. Denn was auf der einen Seite positiv ist, kann ebenso das kleine Manko sein. MOTANKA ist fordernd, zuweilen gar anstrengend, aber dennoch und in erster Linie vielversprechend.

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Jerry Cantrell (Alice In Chains) überrascht bei Solo-Auftritt

Alice In Chains-Sänger Jerry Cantrell startete am 31.1. seine Solo-Tournee in Kanada. Eigentlich soll die ‘I Want Blood-Tournee’ sein aktuelles und gleichnamiges Album bewerben, Cantrell überraschte jedoch alle Anwesenden mit einem Querschnitt der Alice In Chains-Diskografie. Die Setlist umfasste 17 Lieder, unter denen sich auch Stücke von Alice-Werken aus den Neunzigern befanden.  Ein Lied stach dabei besonders hervor: ‘Hate To Feel’ stammt vom Alice In Chains-Zweitwerk DIRT (1992) und wurde seit 1993 von keinem Bandmitglied mehr live gespielt. Das liegt daran, dass ‘Hate To Feel’ vollständig aus der Feder des 2002 verstorbenen Layne Staley stammt. Da Cantrell schon immer der…
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