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Max Payne ist zurück. Das verspricht knallharte und brutale Third Person Shooter-Action auf hohem Niveau mit einem ordentlichen Pfund an Sarkasmus in passend düsterem Setting. Eigentlich.
Groß war die Verwunderung als man sich gleich zu Beginn auf Deck eines Luxusappartments im sonnigen Sao Paolo wieder findet. Wurde im dritten Teil alles auf links gedreht, oder kriegt man doch die Packung nach der man sich gesehnt hat?
Max Payne ist mittlerweile ein abgehalfteter, vom Selbstmitleid und Vorwürfen zerfressener, dem Drogen- und Alkoholkonsum erlegenen Bodyguard und Ex-Cop – ein Existenzfrack. Der Verlust von Frau und Kind liegt wie ein dunkler Schatten über Max und hat ihn ein gutes Stück in den tiefen Abgrund seiner vermeintlich gescheiterten Existenz gerissen. Und trotzdem ist er noch der Alte. Ob mit stets einem sarkastischen Spruch auf den Lippen, oder zielsicher und tödlich im so genannten BulletTime- oder Shootdodge-Modus, dem zurecht abgefeiertem Zeitlupen-Modus, indem es eine wahre Freude ist unzählige Gegner aus dem Weg zu räumen: Max Payne ist gefährlich wie eh und je.
Harte Action, gespickt mit blutigen Zeitlupen-Kamerafahrten von tödlichen Schüssen, kurzweiliger Unterhaltung und rasantem Tempo zeichnen den dritten Teil der Max Payne-Reihe aus. Ob aus der Deckung, im freien Feld, aus dem Bus, vom Boot oder aus dem Hubschrauber, Max hält gnadenlos drauf und räumt aus dem Weg, was ihm im Weg steht.
Entsprechend stößt einem das auf den ersten Blick mit Sonnenschein durchsetzte Umfeld des Spiels nicht negativ auf. Zumal ja bekanntlich nicht alles Gold ist, was glänzt: Der von zahlreichen Leichen gepflasterte Weg in die Favelas Brasiliens ist alles andere als ein flockiger Spaziergang an einer Strand-Promenade. Schnell wird klar, dass die Umgebung und die Umstände viel perfider sind als sie scheinen mögen und sich Max in Wahrheit mindestens durch die Vorhölle der Menschheit schlagen muss.
Der Plot erfährt ein paar unerwartete Wendungen und bleibt dadurch unterhaltsam, wenn auch nicht bis in die letzte Minute spannend. Das Spiel wird durch viele gut und stimmungsvoll gemachte Cut-Scenes kurzweilig gehalten und man erwischt sich das ein oder andere Mal dabei, den Controller nicht weglegen zu wollen, da die einzelnen Kapitel ohne Verschnaufpause aufeinander folgen. Die Storyline wird durch spielbare Rückblenden stimmig vorangetrieben. Es fügen sich Schritt für Schritt die einzelnen Puzzle-Teile in ein großes Ganzes, um am Ende in einem schon zu Beginn angedeutetem Finale zu münden.
Der Single-Player Modus hätte zwar durchaus umfangreicher und länger gestaltet werden können. Doch in den Multiplayer-Option können die Spieler sich noch lange danach gegenseitig die Kugeln um die Ohren fliegen lassen.
Die Dialoge sind im Original gehalten und untertitelt, was dem Spiel gut tut. Max Payne ist zurück und das ist gut so und macht verdammt Spaß! Rockstar Games haben zum wiederholten Mal so ziemlich alles richtig gemacht.
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