Kärbholz KONTRA

Deutsch-Rock, Metalville/RTD (13 Songs / VÖ: 26.2.)

3.5/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Knapp zwei Jahre sind seit Kärbholz’ letztem Album HERZ UND VERSTAND vergangen, an dem sich die Geister schieden: für einige gefühlsduseliger Schlager-Rock, für andere die Pole­position der deutschen Charts (kurzer Reminder: es hat für Bronze gereicht). Mit KONTRA wollen die vier Nordrhein-Westfalen nun einen Gegenpol (Überraschung!) zu den gegenwärtig pulsierenden Schwarz-Weiß-Anschauungen und zur eigenen musikalischen Vergangenheit setzen. So weit, so mittelprächtig. Vermutlich inspiriert von Frank Wisbars Film ‘Hunde, wollt ihr ewig leben’ ent­wickeln ‘Ewig leben’ und der Opener ‘Nie wieder’ zwar ordentlich Zugkraft, die Aufbruchsstimmung weicht jedoch mit der Single-Auskopplung ‘Niemals fallen’ den üblichen Plattitüden. ‘Voran’ – gesungen von Gitarrist Adrian Kühn und ‘Der schwarze Schwan’ fahren abermals die schwermütig-melancholische Schiene des Vorgängeralbums.

🛒  KONTRA bei Amazon

Ein deutlich positiveres Lebensgefühl – zumindest musikalisch – vermitteln die Dropkick Murphys-‘Rose Tattoo’-Adaption ‘Roter Wein’ und der Broilers-Verschnitt ‘Schlaflos’. Und als wenn das nicht schon genügend Kontraste innerhalb eines Albums wären, folgt mit ‘Easy’ der in sich kontroverseste aller Songs: Die tanzbare Schlager-Party-Discofox-Nummer übt Kritik an gerade jener Zielgruppe – kompositorisch klug gemacht, bringt aber trotzdem die Ohren zum Bluten. Kurzum: KONTRA hält, was es verspricht, wirkt dabei jedoch zusammengewürfelt, und die fehlende lyrische Raffinesse wird nur in Teilen durch die musikalisch vielfältige Untermalung ausgeglichen. Echte Genrefans dürften trotzdem nicht enttäuscht sein.

***

Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung

***

teilen
mailen
teilen
Saltatio Mortis beziehen Stellung zur Trennung von Luzi

Ende Februar gaben Saltatio Mortis bekannt, sich nach 14 Jahren von Luzi das L zu trennen. Daraufhin veröffentlichte Luzi ein Video, in dem er angibt: „Das war und ist auch für mich ein Schock, den ich erst noch verarbeiten muss.“ Es bliebe ihm „nichts anderes übrig, als die Entscheidung der Band zu akzeptieren.“ Es folgte eine regelrechte Auseinandersetzung seitens der Fans in den Sozialen Medien. Vor allem der Zeitpunkt und die Art und Weise, wie die Trennung nach außen kommuniziert wurde, standen dabei im Vordergrund. Auch bemängelten viele, dass von Saltatio Mortis keine weitere Stellungnahme erfolgte – bis jetzt. Jetzt…
Weiterlesen
Zur Startseite