Hollands Folk-Macht Heidevolk holt zum vierten Schlag aus. Und der sitzt ziemlich gut. Statt enervierendem Dauergefiedel und -getröte, das die Songs künstlich aufbläht, gibt es überraschenderweise eine knackige Kelle mit der E-Gitarre. Der Dosenöffner ʻEen Nieuw Begin’ oder das schnelle ʻHet Verbond Met Rome’ machen definitiv Lust auf mehr. Auch das mit schicken Schlachtchören aufgepeppte ʻWapenbroeders’ weiß zu überzeugen.
Die für Heidevolk typischen, doppelten männlichen Klargesänge (Joris Boghtdrincker, Mark Splintervuyscht) passen hervorragend zur etwas härteren Ausrichtung des Gesamtsounds, wirken mit der Zeit aber, wie auf früheren Veröffentlichungen auch, ziemlich eintönig. Inhaltlich handelt es sich bei BATAVI um ein Konzeptalbum: Der Stamm der Batavia lebte am Rhein und wurde kurz vor Christi Geburt von den Römern unterworfen. Batavi ist zudem das alte lateinische Wort für die heutigen Niederlande. Insofern liefert uns das Sextett einmal mehr nicht nur Futter für die Ohren, sondern auch fürs Hirn. Für Folk- und Pagan-Fans definitiv eine Reise wert.
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