Gloryhammer RETURN TO THE KINGDOM OF FIFE

Power Metal, Napalm/Universal (10 Songs / VÖ: 2.6.)

5/ 7
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Womöglich standen Gloryhammer vor ihrer größten Schlacht: Trotz des offensichtlichen Bruchs im Line-up musste die Geschichte weitergehen, ohne einen zu tiefen Einschnitt zu erleiden. Diese Quest gelingt ihnen mit RETURN TO THE KINGDOM OF FIFE: Das vierte Album macht da weiter, wo LEGENDS FROM BEYOND THE GALACTIC TERRORVORTEX (2019) aufhörte. Gloryhammer sind dabei nicht mehr ganz so wild unterwegs wie auf ihren ersten beiden Alben, sondern leiten ihr (unverändert irres) Science-Fiction-Fantasy-Epos in geordneteren Bahnen, ohne den Spaß an prätentiösem Symphonic Metal zu vergessen. Sie haben eben gelernt, dass eher stumpfe Disco-Metal-Anleihen live besonders prächtig funktionieren, und geben ihnen in ‘Keeper Of The Celestial Flame Of Abernethy’ sowie ‘Wasteland Warrior Hoots Patrol’ entsprechend Raum – perfekt ausgeführt und in Einzeldisziplinen (Melodien, Chöre, Soli …) glänzend. Ihre wahre Stärke offenbaren die Briten aber, wenn sie Metal-mächtig auf- und überdrehen, wie in der Schlachthymne ‘Brothers Of Crail’ mit bellenden Männerchören, schwertschwingenden Strophen und satten Fanfaren oder dem neoklassisch-flirrenden ‘Vorpal Laserblaster Of Pittenweem’.

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Nicht zuletzt beim zwölfminütigen Finale ‘Maleficus Geminus’ schlagen epische Rhapsody Of Fire-Einflüsse und düster-apokalyptische Klänge voll durch. Wenngleich seine Stimme weniger charakteristisch und operesk als die von Vorgänger Thomas Winkler klingt, leistet Neu-Sänger Sozos Michael bei alldem glänzende Arbeit. Während also engstirnige Erdlinge aus dem Kopfschütteln nicht heraus­kommen dürften, werden Anhänger des intergalaktischen Kriegsgeschehens rund um das Königreich Fife das neue Kapitel vorbehaltlos abfeiern.

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