
Zakk Wylde musste einige Nackenschläge ertragen. Nicht nur, dass ihn seine Lebensweise ans Krankenhaus-Bett fesselte, zu allem Überfluss schmiss ihn auch noch sein einstiger Mentor und Privatidol Ozzy Osbourne aus der Band. Wer nun glaubte, Herr Wylde würde diese Ereignisse in melancholischen Gefühlduseleien verarbeiten, verkennt die Psyche des blonden Einbauschranks. So entschlossen, so griffig hat man Black Label Society lange, lange Zeit nicht mehr gehört. Wylde schreddert resolut die Saiten, lässt auch mal die (Solo-)Muskeln spielen, richtet aber alles auf die Wirksamkeit des Songs aus.
Der Hörer geht in lodernden Emotionen auf. Ganz ehrlich: Einen Großteil dieses Album kann man nur im Spreizschritt, mit Luftgitarre und (falls existent) wehendem Haupthaar hören. Die Grundausrichtung ist nicht anders als bei den letzten Alben, nur besser und fokussierter umgesetzt: Heavy Rock, fernab jeder Trends und Zeitgeister – aber eben packend.
Und wer es dann noch aufgrund der Southern Rock-Verbundenheit schafft, so wunderbare, pianogetriebene Balladen wie ‘Darkest Days’, ‘Shallow Grave’ oder ‘Time Waits For No One’ zu schreiben, gehört ohnehin zur ersten Riege der Songwriter. Erde an Ozzy: ORDER OF THE BLACK wischt mit SCREAM den Boden.
ÄHNLICHE KRITIKEN
Zakk Wylde :: Book Of Shadows II
Black Label Society :: Catacombs Of The Black Vatican
Jasta :: Jasta
ÄHNLICHE ARTIKEL
Randy Rhoads: Musiker gedenken zum 43. Todestag
Vor genau 43 Jahren ist der einstige Ozzy-Gitarrist Randy Rhoads auf tragische Weise ums Leben gekommen. Sein Vermächtnis währt bis heute.
Pantera: Zakk Wylde offen für neue Aufnahmen
Zakk Wylde unterstützte Pantera bereits 2023 auf ihrer Reuniontour. Jetzt offenbart er, dass er offen dafür wäre, mit Pantera neue Musik aufzunehmen.
Bruce Dickinson singt ‘Walk’ mit Pantera live in Paris
Iron Maiden-Sänger Bruce Dickinson versüßte den französischen Metal-Fans den Pariser Auftritt von Pantera — und insbesondere den Song ‘Walk’.