Bipolar Architecture METAPHYSICIZE

Post Metal, Pelagic/Cargo (7 Songs / VÖ: 2.2.)

4.5/ 7
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Immer wieder erstaunlich, wenn Bands in voller Rüstung aus Zeus’ Kopf springen wie weiland Athene: fit und ready for action, ohne stolpernde Lernkurven, ohne halbgare Alben voller Filler. Die in Istanbul und Berlin beheimateten Bipolar Architecture haben jedenfalls schon auf ihrem Debüt DEPRESSIONLAND vor zwei Jahren ziemlich viel richtig gemacht: ihre Shoegaze-Momente nicht zu verschwiemelt gestaltet, ihre Postcore-Passagen schön tight, die Vocals von Frontmann und Gitarrist Sarp Keski angeschwärzt und geifernd, mit glaubhaft introspektiven Passagen. Mit ­METAPHYSICIZE laden sie nun zu Runde zwei – und wieder ist man verblüfft, wie durchgeformt und dynamisch das auf Anhieb wirkt. Und wie viel Gefühl es sich immer wieder gestattet. Etwa bei der Vorabauskopplung ‘Death Of The Architect’, einer kolossal schweren Totenklage für Keskis Vater.

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Das folgende ‘Kaygi’ flirrt danach ambient im Nebel, bricht aus – und wieder zusammen, mit aus den Hüften kommendem Bass. ‘Alienated’ fällt mit der Black Metal-Tür ins Haus, bevor es zu Melodien verwirbelt und seine Drums stillzustehen scheinen – ein Stück, das individuelle Einsamkeit und Solipsismus zum Thema hat. Aber statt damit das Shoegaze-Klischee vom ewigen Nabelpuler zu bedienen, nimmt das Quartett den Gedanken als Sprungbrett – und hebt ab. Definitiv eine Band für die Watchlist 2024, wenn ihr auf Post-iges steht.

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