Behemoth OPVS CONTRA NATVRAM

Death Metal, Nuclear Blast/RTD (10 Songs / VÖ: 16.9.)

4/ 7
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Seit Behemoth angefangen haben, richtig lange für ihre Alben zu brauchen, geht es leider zunehmend in die falsche Richtung. Nach dem Triumph von THE SATANIST, das versprach, nach dem Black Metal der ersten Phase und dem Morbid Angel-beeinflussten Black Death der zweiten eine atmosphärisch aufgeladene dritte Schaffensperiode einzuleiten, deutete schon I LOVED YOU AT YOUR DARKEST an, dass das ein Strohfeuer gewesen sein könnte. OPVS CONTRA NATVRAM bestätigt das leider. Es ist ein Album vollgepackt mit Behemoth-Manierismen, mit Bombast, martialischem Gedröhne in Wort und Tat, und erschreckend blank, wenn es um gute Songs geht. ‘Ov My Mercurian Exile’ ist ein Paradebeispiel dafür, wie große Gesten zu wirrem Gefuchtel werden, wenn sie von einem scheinbar willkürlich zusammengestöpselten Riff-Gerüst getragen werden.

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Hieronymus Bosch hat in seinen apokalyptischen Bildvisionen gerne Menschen in Eiern gemalt – als Symbol für ihre Narretei. OPVS CONTRA NATVRAM ist wie ein Zeugnis davon: eine leere Eierschale, scheinbar so hart, doch der Schein zerbröselt nur zu bereitwillig und entblößt den Geist, in dem das alles entstanden ist. Auf morbide Weise bleibt es ein faszinierendes Album, aber die große Zeit der Polen ist zu Ende.

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