An Autumn For Crippled Children LOST Review

teilen
mailen
teilen
von

Kein Stoff für Wahrer der reinen Lehre: Die drei Holländer hinter An Autumn For Crippled Children verbergen sich hinter abstrakt-symmetrischen Pseudonymen (MXM, TXT und CXC) und benutzen Black Metal im Wesentlichen als Sound-Quelle – so, wie das die grassierende Welle an Post Metal-Bands all-überall mit weniger verderbtem Klanggut anstellt. Klares Hipster-Material also, aber, ganz ehrlich, solche Differenzierungen interessieren nicht, solange das Ergebnis stimmt.

Mit den Größen des „Genres“, Wolves In The Throne Room (natürlich im Info als Einfluss zitiert) oder auch Altar Of Plagues können sie nicht mithalten, aber der Stoff des Debüts LOST schafft es doch über weite Strecken, dem verstörenden Band-Namen Gerechtigkeit zu tun: Tendenziell eher doomig und quälend, gehen die drei ihre Reise ins Schattenkabinett menschlicher Emotionen an und bringen dabei musikalisch in teils überraschend euphorischen Keyboard-Leads untergebrachten Lichterglanz am Ende des Tunnels mit.

Weniger „Submit To Selfdestruction“ als erwartet, aber ein Album, das bei aller Gefühlsachterbahn angenehm bodenständig (und immer modern) bleibt.

Robert Müller

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Juni-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Patria :: MAGNA ADVERSIA

Hetroertzen :: UPRISING OF THE FALLEN

Helheim :: LANDAWARIJAR


ÄHNLICHE ARTIKEL

Die besten Black Metal-Alben 2024

Den kompletten ultimativen Jahresrockblick gibt es brandheiß und druckfrisch in der aktuellen METAL HAMMER-Januarausgabe!

Jeff "Mantas" Dunn steigt bei Venom Inc. aus

Bei Venom Inc. steigt nun das letzte Venom-Originalmitglied aus. Gitarrist Jeff "Mantas" Dunn legt aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen sämtliche Aktivitäten in der Band nieder.

Necrobutcher lobt Mayhem-Film 'Lords Of Chaos'

'Lords Of Chaos' hat in der Metal-Szene, vor allem unter Black Metal-Fans, für geteilte Meinungen gesorgt. Mayhem-Oberhaupt Necrobutcher hat der Film allerdings gut gefallen.

teilen
mailen
teilen
Saitenhieb: Ist Crowdfunding wirklich Bettelei?

Liebe Rocker, BETTLER! FANVERARSCHUNG! ABZOCKE! "Erstmal den Vorschuss ausgeben und dann rumjammern!", "Baut ihr mir auch ein Haus?". Die Aufregung um die - zugebenermaßen mit 750.000€ insgesamt sportlich angesetzte - Kampagne von Wintersun-Mastermind Jari Mäenpää ist groß. So groß, dass es im Netz von kollektiven Hirnaussetzern nur so wimmelt. Doch abgesehen von Unprofessionalitäten jeglicher Coleur ist ein Vorwurf besonders laut: Warum bettelt der gestandene Musiker seine Fans an, wenn es doch "nur" um ein neues Album geht? Dabei gilt zunächst die Frage: Ist das denn wirklich Bettelei? Oder anders gefragt: Bekommen die Fans wirklich nichts, außer einem wohligwarmen Charity-Gefühl und…
Weiterlesen
Zur Startseite