
Eine alte Weisheit im Musikbusiness besagt, dass das dritte Album in der Regel das entscheidende ist. In Piraten-Sprache also: Entweder fette Beute oder Kielholen. Parallelen zwischen beiden Gewerben sind natürlich rein zufällig. Für Alestorm sieht die ganze Sache allerdings nach einer erfolgreichen Kaperfahrt aus.
Grundsätzlich steuert das schottisch-irische Quartett auch auf dem neuen Werk durch die Weltmeere von Power Metal, folkloristischen Parts und mitgrölkompatiblen Melodien. Ein wohldosierter Härtegrad aus der Abteilung Fear Factory oder Pantera bewahrt zusätzlich vor verfrühtem Abgang über die Planke. Schon der Opener ‘Back Through Time’ erreicht mit wildem Geblaste und vehement durchgetretener Doublebass mindestens Windstärke neun, die im weiteren Verlauf nicht wesentlich abflaut. Mal geht es mit voller Fahrt voraus (‘Midget Saw’), mal pflügt sich der Kahn etwas langsamer durch die Wellen, wie in ‘Scraping The Barrel’. Letzteres übrigens mit eindeutiger Ansage, was Vergleiche mit Running Wild angeht.
Zusammengefasst: Mit diesem Album malen Alestorm ein fettes Kreuz auf die metallische Seekarte. Gratulation.
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