
Sollte sich jemals irgendwer die Frage gestellt haben, wie Corey Taylor und Co. klingen würden, wären sie zehn Jahre jünger und hätten Slipknot zur Hochzeit des Metalcore-Hypes gegründet, wäre diese nun beantwortet. Ex-Mushroomhead-Sänger Waylon Reavis wird die Assoziation mit den Nu Metal-Giganten aus Iowa nämlich auch zum vierten Album seines Folgeprojekts A Killer’s Confession nicht ganz los. Immerhin mischt er sie aber mit einer gehörigen Portion Eingängigkeit und streicht die Aggression sowie die blechernen Industrial-Elemente, wodurch sich VICTIM 1 von der ehemaligen Band des Amerikaners und damit auch deren ewigen Vergleichspartnern abhebt. Dafür sind die zehn neuen Songs innerhalb ihres jetzigen Genres recht generisch.
🛒 VICTIM 1 bei AmazonDas Alternative-Quartett aus Ohio schafft eine verlässliche Mitsingatmosphäre, gegen die wenig einzuwenden ist, für die sich allerdings ebenso schwer argumentieren lässt. Weder sind die Melodien stark genug, um anders als bei ähnlich klingenden Bands wie Motionless In White über die Länge des jeweiligen Songs hinaus im Kopf steckenzubleiben, noch ist Reavis’ zwischen Klargesang und Growls schwankende Stimme einzigartig genug, um sie doch noch als Hymnen fortzutragen. Auch das Feature mit Aaron Nordstrom von Gemini Syndrome ändert daran nichts. Höhepunkt: Das düster-brutale, mit Videospielreminiszenzen unterlegte ‘Kill Or Be Killed’.
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