Monster Magnet schufen mit DOPES TO INFINITY zwar nicht ihr bekanntestes Werk, sehr wohl aber einen Klassiker der Stoner Rock-Geschichte. Heute ist die Veröffentlichung ihres Drittwerks genau 30 Jahre her. Aus diesem Grund werfen wir einen genaueren Blick auf die bunte Geschichte vor der Veröffentlichung und berichten, wie es DOPES TO INFINITY in das X-Men-Universum geschafft hat.
Zum Mainstream gefunden
Beeinflusst vom Space Rock der Siebziger, Psychedelic Rock und Punk Rock, fanden die drei Gründungsmitglieder zusammen. Gemeinsam mit Tim Cronin und John McBain gründete Dave Wyndorf 1989 Monster Magnet. Ihr Debütwerk SPINE folgte zwei Jahre später, anschließend SUPERJUDGE im Jahr 1993. DOPES TO INFINITY gilt als zugänglicher als seine beiden Vorgänger. Das liegt unter anderem daran, dass Monster Magnet bei der Produktion viel von ihren Produzenten zugeredet wurden, die sie an die populären Pearl Jam und The Black Crowes anpassen wollten.
Obwohl sich die US-Amerikaner vehement dagegen wehrten, sind die Einflüsse des Mainstreams nicht überhörbar. Der Plan ging auf: Das Werk brachte sie erstmalig auf Platz 30 der deutschen Charts. Anscheinend fand die Band daran Gefallen: Den Nachfolger POWERTRIP, mit dem ihr kommerzieller Durchbruch kam, unterscheidet kaum noch etwas von einem klassischen Rock-Album.
Wechselwirkungen zwischen Marvel und Monster Magnet
Das Lied ‘Negasonic Teenage Warhead’ wurde wiederum für den Film ‘So Fucking What’ – im Deutschen ‘365 Tage Terror’ – geschrieben. Aus diesem Grund erschien die Single bereits im Herbst 1994 und wurde Monster Magnets erster großer Radio-Hit. Das dazugehörige Musikvideo wurde aufwendig produziert und auf MTV ausgestrahlt.
Das vollständige Video seht ihr hier:
Keine einfache Zeit für digitale Neulinge
Es illustriert sehr gut, was Frontmann Wyndorf bereits 2018 in einem Interview mit Interview mit Metal Injection beschrieb. „Ich weiß nicht, wie ich in diese Welt hineinpasse – Ich versuche lediglich so zu tun, als könne ich in meiner eigenen vierten Dimension existieren.“ Über DOPES TO INFINITY erzählte der Sänger in einem Interview mit dem Classic Rock Magazin: „Das Album war meine Mission.
Es hat zwar nicht so lange gedauert, aber sich anders angefühlt, weil ich mir dauerhaft neue Sachen ausgedacht habe. Die Aufnahmen waren zu der Zeit, in der digitale Aufnahmespuren neu waren. Deswegen haben alle Aufnahmen kacke geklungen.“ Er fuhr fort: „Auch das Stimmen war ein verdammter Alptraum. Ich musste das Schlagzeug mit einem Gitarrenstimmgerät stimmen! Es war völlig verrückt und eine ganz seltsame Erfahrung für uns alle.“
Zuletzt beehrten uns Monster Magnet mit einer Cover-Sammlung. Die Rezension zu A BETTER DYSTOPIA (2021) findet ihr hier.
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