Kreator-Frontmann Mille Petroza erklärt, dass die Neunziger eine schwierige Phase für die Band war - und er über das Ende des Jahrzehnts nicht besonders traurig.
Kreator-Frontmaschine Mille hat sich in einem Interview über die Entwicklung von Kreator und VIOLENT REVOLUTION (2001) als Wiedergeburt der Band geäußert. Dabei hält der Musiker fest: „Ich war froh als die 90er zuende waren!”.
Dabei geht es dem Kreator-Kopf aber nicht nur um die schwierige Phase die der Metal insgesamt erlebt habe. Vor allem die Überwindung der instabilen Lineup-Phase bei Kreator sowie die Ergänzung durch Gitarrist Sami Yli-Sirniö hätten der Band einen neuen Schub gegeben, der während der 90er gefehlt habe. „Es war nicht nur eine schwierige Phase für den Metal, sondern auch aufregend”, so Mille im Interview mit Metalliluoa. „Es fühlte sich an, als ob es keine Regeln mehr geben würde. Wir haben uns als Musiker und als Künstler weiterentwickelt. Es war schwierig, weil wir Lineup-Probleme hatten und ich glaube wenn Sami schon Mitte der Neunziger dazugekommen wäre, dann wäre der ganze Fortschritt einfacher gewesen. Wir wären früher auf etwas völlig anderes gekommen. […] Ich war wirklich froh, als die Neunziger vorbei waren, wir einen neuen Deal mit SPV hatten, Sami in der Band war und wir ein paar gute Touren gespielt haben. Von da an haben wir einfach so weitergemacht.”
Keine Kreator-Klassiker-Tour
Zudem planen Kreator keine der derzeit so angesagten Klassiker-Touren. Auf die Frage ob man ENDLESS PAIN oder TERRIBLE CERTAINTY in Zukunft komplett spielen würde, meint Mille: „Es gibt keine Pläne das zu machen. […] Was meinst du Sami, wäre es für dich interessant eine Setlist zu spielen die nur aus Songs von vor COMA OF SOULS besteht?”. Der Gitarrist bekräftigt: „Wahrscheinlich nicht. Nicht jetzt. Jetzt freue ich mich darauf, den neuen Kram zu spielen!”
Das aktuelle Kreator-Album GODS OF VIOLENCE ist Album des Monats in METAL HAMMER 02/2017. Außerdem liefern wir eine Titelgeschichte mit passender Special-CD, die bis dato unveröffentlichte Live-Aufnahmen beinhaltet. Mehr Infos zum Heft gibt es hier!
Kirk Hammett von Metallica wurde klar, dass die Fans die lange verhassten Platten LOAD und RELOAD doch lieben gelernt haben.
Für kompromisslos-beinharte Thrash-Metaller stellen die in den Neunziger Jahren von Metallica veröffentlichten Longplayer oft ein rotes Tuch dar. Mit dem extrem eingängigen Black Album (1991) fing die Misere an, und mit LOAD (1996) sowie RELOAD (1997) schossen James Hetfield und Co. dann den Vogel ab -- so die allgemeine Auslegung. Laut Kirk Hammett ist der Hass auf die beiden Alternative-Werke der "Four Horsemen" jedoch über die Jahre abgeebbt. Gar nicht mal so schlecht "Als LOAD und RELAOD erschienen, gab es eine Menge Hohn", erinnert sich der Metallica-Lead-Gitarrist im Rolling Stone Music Now-Podcast. "Die Gegenreaktion war groß. Das war zu viel…