Die deutschen Power-Metaller Helloween kündigten vergangenes Jahr eine Super-Reunion mit ihren Ex-Mitgliedern Michael Kiske (Gesang) und Kai Hansen (Gitarre) an, die 2017 gemeinsam mit dem aktuellen Lineup auf “Pumpkins United”-Tour gehen werden. Im Interview mit TNT Radio Rock sprach Kiske jetzt über die Hintergründe der Wiedervereinigung und betont: „Ich kann einfach nicht mehr wütend sein!”
Die Helloween-Versöhnung ist nicht über Nacht passiert
Vor allem die Versöhnung mit Gitarrist Michael Weikath war für die Wiedervereinigung entscheidend: „Es ist nicht über Nacht passiert”, so Kiske. „Es hat damit angefangen, dass ich älter wurde und sich für mich die Dinge über die letzten drei oder vier Jahre verändert haben, ohne, dass ich es mitbekommen habe. So richtig hat alles angefangen, als ich ihn 2013 zufällig auf dem Sweden Rock Festival getroffen habe. Und das erste was er zu mir sagte war: ‘was habe ich getan, dass du mir nicht verzeihen kannst?’. Das war das Erste was er sagte. Und ich realisierte, dass ich ihm irgendwie schon vor einer langen Zeit vergeben hatte, ohne es zu bemerken. Das ist, wie alles angefangen hat!”
Zudem hätte auch vonseiten der Band immer wieder Signale gegeben, eine Reunion anzustreben. „In den letzten Jahren haben die Helloween-Jungs immer wieder diese Signale gesendet.”, so Kiske. „Sie haben in Interviews immer mehr davon gesprochen, dass sie diesen Wiedervereinigungs-Kram machen und mit mir und Kai touren wollen würden. Ich fand das erst verwirrend – ich wusste nicht, was ich darüber denken sollte – aber es war auch eine gute Sache. Es hat mir geholfen zu dem Punkt zu kommen, dass nach einer großartigen Show in Spanien mit Unisonic […] Kai zu mir sagte: ‘Michael, wenn wir nie wieder etwas unter dem Namen Helloween machen, sind wir einfach nur Idioten.’ Ein Jahr zuvor hatte ich Weiki auf dem Sweden Rock getroffen, das was ich dir gerade erzählt habe und ich habe einfach nur gesagt ‘weißt du was, Kai? Ich bin dafür offen!’”
Die Pumpkins-United-Tour ist allerdings nicht nur eine Reunion-Tour – stattdessen werden alle anwesenden Sänger Songs ihrer jeweiligen Ära vortragen. Laut Kiske sind zudem einige Duette oder Song-Tausch-Aktionen geplant.