Metallica: Fans fahren jetzt auf LOAD & RELOAD ab

von
teilen
mailen
teilen

Für kompromisslos-beinharte Thrash-Metaller stellen die in den Neunziger Jahren von Metallica veröffentlichten Longplayer oft ein rotes Tuch dar. Mit dem extrem eingängigen Black Album (1991) fing die Misere an, und mit LOAD (1996) sowie RELOAD (1997) schossen James Hetfield und Co. dann den Vogel ab — so die allgemeine Auslegung. Laut Kirk Hammett ist der Hass auf die beiden Alternative-Werke der „Four Horsemen“ jedoch über die Jahre abgeebbt.

Gar nicht mal so schlecht

„Als LOAD und RELAOD erschienen, gab es eine Menge Hohn“, erinnert sich der Metallica-Lead-Gitarrist im Rolling Stone Music Now-Podcast. „Die Gegenreaktion war groß. Das war zu viel Veränderung: Wir haben unser Aussehen verändert, unseren Klang und die Art, wie wir aufgenommen haben. Ich habe damals sogar andere Gitarren gespielt, in Es-Standard-Stimmung gespielt und viel Blues und Jazz gehört. All diese Faktoren haben LOAD und RELOAD zu dem gemacht, was sie sind. Sie sind sehr anders als alles, das zuvor kam.“

🛒  METALLICA-SHIRT BEI AMAZON HOLEN!

Anschließend ordnet der Metallica-Musiker neu ein, wie die Fans die zwei Scheiben bewerten: „Es ist interessant, denn heutzutage begegne ich Fans — und sie lieben diese Ära. Sie lieben LOAD und RELOAD. Doch als diese Alben rauskamen, waren die Reaktionen: ,Scheiß LOAD, Scheiß RELOAD, Scheiß Metallica!‘ Heute spielen wir ‘Fuel’ — und die Leute drehen durch.“

Des Weiteren vergleicht Hammett LOAD und RELOAD noch mit der legendären Scheibe LED ZEPPELIN III von 1970. „Als ich ein Teenager war, hörte ich alle Led Zeppelin-Werke bis auf LED ZEPPELIN III, weil es akustischer war. Doch ich wollte das hochenergetische, aggressive Zeug, denn das liebte ich als Jugendlicher. Aber mit der Zeit konnte wirklich etwas mit LED ZEPPELIN III anfangen und damit, wie wundervoll es ist. Und jetzt verstehe ich es und seinen Platz in Zeppelins Œuvre komplett. Ich finde, etwas Ähnliches ist irgendwie mit LOAD und RELOAD passiert, nachdem die Leute den initialen Schock und die Herausforderung überwunden hatten. Die Leute habe sich hingesetzt, es wahrhaftig angehört und gesagt: ,Weißt du was? Es ist gar nicht mal so schlecht.‘“

Spotify Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Spotify
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

teilen
mailen
teilen
Metallica: Man kann immer noch viel von ihnen lernen

Nach seinem Rauswurf war Dave Mustaine oft nicht gut auf Metallica zu sprechen. Nun sollte Marty Friedman in einem neuen Interview bei Vanyaland über die angebliche Fehde zwischen Megadeth und den "Four Horsemen" Auskunft geben. Denn während seiner Phase bei den Thrash-Metallern war der Beef recht präsent. Nebenschauplatz Doch Marty Friedman wiegelt ab: "Ich glaube nicht, dass wir uns so sehr um Metallica scherten, wie die Leute in der Presse schrieben. Wir waren definitiv unsere eigene Band, unsere eigene Einheit, was mich angeht. Wir bewunderten Metallica für die großartige Arbeit, die sie machten. Und sie spielten im selben Musik-Genre wie wir. So…
Weiterlesen
Zur Startseite