Für zwei Videos der You Rock Foundation lies Lamb Of God-Sänger Randy Blythe ganz tief in sein Inneres blicken und sprach neben seinen Kampf gegen Alkoholabhängigkeit und Depressionen auch über einen missglückten Selbstmordversuch.
Schon als Kind sei der Musiker sehr sensibel gewesen, mit der Welt kam er nie so wirklich klar und das trieb ihn wohl letztendlich in die Alkoholabhängigkeit. Bereits mit 24 Jahren hatte er mit seinem Leben abgeschlossen, nahm Schlaftabletten und war bereit, allem ein Ende zu setzen. „Ich hatte einen kompletten Zusammenbruch. Ich kam gerade von einer Hochzeit nach Hause, war sehr betrunken und nahm zwei Packungen Schlaftabletten.“, erinnert sich der Sänger an diesen Tag zurück.
Haus in Flammen
Wenige Zeit später erwachte er noch immer betrunken und sehr verwirrt. Daraufhin versuchte er, sein Haus anzuzünden. Völlig außer Kontrolle geraten, dachte die Polizei zunächst, er wäre auf Drogen. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem Blythe selbst merkte, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. So akzeptierte er dann auch Hilfe von anderen.
Stark nach außen
Nach außen habe es immer so gewirkt, als hätte er ein gutes Leben gehabt, schließlich ist er Mitglied in einer erfolgreichen Band, was kann man da mehr wollen. Innerlich jedoch war er tot und beschreibt sich als gebrochenen Mann. „Ich habe auf all die leeren Bierflaschen hinabgeblickt und sie waren wie eine Metapher für mein Leben. Ich war nur noch eine leere Hülle, etwas, das man mit Alkohol volllaufen lässt, jedem Moment kurz davor, zu zerbrechen.“
Dark Days
Über diese Erfahrungen spricht Randy Blythe auch in seiner Autobiografie DARK DAYS. Zudem ist seine Inhaftierung 2012 in Tschechien ein Thema.
Heute ist der Musiker froh, wenn Fans zu ihm kommen und erzählen, wie ihnen die Musik seiner Band durch schwere Zeiten geholfen hat – denn auch Blythe selbst fand darin Halt.
Seht hier selbst, was Randy Blythe noch alles zu den angesprochenen Themen zu sagen hat:
You Rock Foundation
Die You Rock Foundation setzt sich für Menschen mit Depressionen ein und hilft ihnen, durch Musik möglicherweise einen Ausweg draus zu finden. Ziel ist es, Betroffenen den Weg aus der Dunkelheit zu zeigen und ihnen Alternativen aufzuzeigen, wie sie mit ihrem Leben weiter machen können.