Kanonenfieber: Kriegerische Antikriegskampagne

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Das komplette Interview mit Kanonenfieber findet ihr in der METAL HAMMER-Oktoberausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Kanonenfieber polarisieren seit dem ungeahnt raschen Erfolg des Debüts MENSCHENMÜHLE (2021). Die orangen Artworks fallen auf; dass Noise und seine Live-Musiker uniformiert vor Stacheldraht auftreten und der Chef gerne mal mit einem Flammenwerfer hantiert, sowieso. Kanonenfieber faszinieren, doch ebenso hinterlässt das Kriegs­theater einen Beigeschmack. Kein Wunder also, dass Noise nun seinen Standpunkt eindeutiger macht als je zuvor: „Deutschland, Deutschland, Kaiserreich / Kriegessucht und Wahnkrankheit / Deutschland, Deutschland, Vaterland / Mordeslust im Wahnverstand“ heißt es in ‘Menschenmühle’, das als De-facto-Titel-Track des ersten Albums das Zweitwerk einleitet.

Wo das Debüt ein historisches Antikriegsposter als Cover hatte, startet das Folgealbum DIE URKATASTROPHE mit einer ebenso klaren Botschaft. Noise, der auf der Bühne mit Pickelhaube einen unidentifizierten toten Soldaten mimt, verabscheut die Schlachten, von denen er singt. „Es gibt nichts, was mehr Leid hervorruft als Krieg“, sagt er. „Jeder, der mir zuhören will, wird das noch hundertmal hören.“

Kontinuierliche Aufklärungsarbeit

Nicht, dass er die Befürchtung, mit seinen Songs Kriegsverherrlicher zu füttern, nicht versteht. „Schwierig“, nennt er die Gratwanderung, und runzelt nachdenklich die Stirn. „Ich kann es nicht ändern. Ich leiste mittels Interviews, Lyrics und Statements so viel Aufklärungs­arbeit wie möglich. Darüber hinaus kann ich nicht verhindern, dass Leute es falsch wahrnehmen.“ Inzwischen hätten die meisten verstanden, worum es ihm geht – er freut sich über seine Online-Community, die vereinzelte kriegsverherrlichende Kommentare sofort zurechtweist. „‘Menschenmühle’ hat ein sauberes Statement gesetzt“, meint Noise. „Ich habe aus den letzten Kreisen, die mich missverstehen wollen, viel Kritik geerntet – da habe ich mich zur Abwechslung gerne beleidigen lassen. Aber diese Schelle musste mal verteilt werden.“

Wie intensiv und realitätsnah die Recherchen zu seinen textlichen Themen sind, warum sich diese nicht ändern werden und in welchem Gemütszustand Noise seine Songs schreibt, lest ihr in der METAL HAMMER-Oktoberausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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