Avantasia: Handwerkliche Wurzelkunde

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Das komplette Avantasia-Interview mit Tobias Sammet findet ihr in der METAL HAMMER-Novemberausgabe 2022, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Am Ende dieses etwas anderen Schaffensprozesses steht Avantasias neunte Errungenschaft A PARANORMAL EVENING WITH THE MOONFLOWER SOCIETY. Die Umstände ermöglichten es Tobias Sammet, sich besonders intensiv ins Kreieren des Werks zu vertiefen. „Sascha würde sagen, dass das neue Album mehr nach mir klingt“, übermittelt der Komponist das Urteil seines treuen Mitstreiters Paeth. „Ich arbeitete selbst mehr an Details und hatte mehr Zeit, um meine Vorstellungen zu verwirklichen.“ Zudem ließ sich Sammet – nach dem ersten Anlauf vor MOONGLOW – ein neues Heimstudio mit Vintage-Equipment in sein Haus bauen.

„Da wurden Mauern eingerissen! Während hier das Haus zerpflückt wurde, kam Corona. Ich dachte nur: Toll! In zwei Monaten hast du ein High End-Studio, weißt aber nicht, ob es noch eine Musikindustrie gibt … Im Nachhinein war es trotzdem wichtig, weil ich auf unheimlich hohem Niveau in richtig schöner Atmosphäre arbeiten konnte. Das gab mir einen Kick, ich hatte ja sonst nichts. Ich saß zu Hause, hörte in mich hinein und ließ Musik entstehen, drückte meine Gefühle aus und verarbeitete einiges durch introspektives Songwriting. So hatte ich die Muße, mich damit auseinanderzusetzen, was ich in der Vergangenheit weggeschoben und delegiert hatte.“

Persönlicher

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Diese Veränderung nahm Einfluss auf Unterschiedliches: Zum einen fand Sammet wieder Spaß daran, Teile der Chöre selbst zu singen und auszuarbeiten (in einigen Stücken sind auch andere Personen zu hören) sowie mehr Keyboards selbst einzuspielen. Zum anderen arbeitete er seine Demos detaillierter aus als zuvor und legte Co-Produzent Paeth fast fertige Stücke mit konkreten Vorstellungen zur weiteren Gestaltung vor. Die Aussage, die neue Platte sei persönlicher als ihre Vorgänger, bezieht sich vor allem darauf. „Das alles passierte, weil ich nichts anderes zu tun hatte und wieder Spaß daran fand. Ob es sich positiv oder negativ ausgewirkt hat, kann ich nicht sagen, aber ich bin rundum zufrieden.

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Es ist so nah an mir dran und an dem, was ich ausdrücken will! Das galt auch für MOONGLOW, doch ich glaube, dieses Album ist noch eine Spur näher dran“, schwärmt der Federführer. „Am Ende muss ich alles absegnen – da steht mein Name drauf, es ist mein Album. Doch manchmal lasse ich mich im Lauf des Prozesses auf Dinge ein, an die ich mich erst gewöhnen muss. Hier ließen meine Vorgaben kaum Raum für anderes. Daher empfinde ich das Album als unheimlich persönlich. Das Arrangieren der Musik war fast wie bei den ersten Avantasia- oder früheren Edguy-Platten, bevor Sascha einstieg. Damals wuchs nur auf meinem Mist, wie alles sein sollte.

Nerdiger

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Das setzte ich nun mit entsprechender Technik noch nerdiger um.“ Und so verwundert es kaum, dass der Vordenker den Klang der Scheibe mit den Worten „ungewollt back to the roots“ beschreibt. Nach dem viktorianisch-opulenten MOONGLOW hält er das neue Werk für entschlackt und klarer strukturiert: „Irgendwann kann man nicht noch mehr gregorianische Chöre, Bombast und Orchesterspuren einbringen – mehr davon erzielt keinen besseren Effekt. Sascha meinte, es klänge nach alten Edguy, weil mein Anteil größer war. Es ist hart und noch immer verspielt, aber nicht so übertrieben wie einige andere Alben.“

Weitere Einblicke in das Seelenleben von Sammet, ein Interview mit Ralf Scheepers über seine erste Gastrolle bei Avantasia sowie ein lockeres Gespräch zwischen Sammet und Avantasia-Dauergast Michael Kiske lest ihr in der METAL HAMMER-Novemberausgabe 2022.

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