5. Todestag von Chester Bennington: Ein Rückblick

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Obwohl die Wunde für manche noch frisch erscheinen mag, jährt sich der Todestag des legendären US-amerikanischen Rock-Sängers Chester Bennington am heutigen Tage bereits zum fünften Mal. Am 20. Juli 2017, vor einem halben Jahrzehnt, sollte das Leben des weltberühmten und -gefeierten Musikers ein tragisches Ende finden.

Stetige Begleiter

Bennington, der bereits zu seiner Kindheit und frühen Jugend erschwerten (Familien-)Verhältnissen ausgesetzt war, hatte den Umständen entsprechend lange mit seinen Dämonen zu kämpfen, wie sich bereits zu Beginn seiner Erfolgshistorie deutlich zeigen sollte. Noch bevor ihm der große Durchbruch mit Linkin Park, die sich früher Xero tauften, gelungen war, fiel sein unbeständiges Verhalten auf, dass sich vornehmlich durch seinen exzessiven Alkohol- und Drogenkonsum äußerte. Über die Jahrzehnte seines Lebens hinweg, die Chester Bennington hauptsächlich als Person der Öffentlichkeit verbracht hatte, schrieb der Musiker seine Gedanken in Song-Texten nieder und ließ das weltweite Publikum daran teilhaben. Abertausende Menschen sollte der Sänger, der heute 46 Jahre alt wäre, mit seinem musikalischen Schaffen bereichern – auch und insbesondere jene, die von ähnlichen Bedrängnissen geplagt waren.

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Linkin Park: Ein Welterfolg

Schon mit ihrem Debütalbum HYBRID THEORY (2000) setzten Linkin Park einen überdimensionalen Hype in Gang, der die Zeit bis heute und damit auch Chester Benningtons Tod überdauern sollte. Nachdem ‘One Step Closer’, ‘Crawling’ und ‘In The End’ die Band ins Zentrum der Aufmerksamkeit manövriert hatten, schossen vielversprechende Kracher wie ‘Somewhere I Belong’ und ‘Numb’ hinterher, die den Welterfolg von Linkin Park endgültig festigten. Insbesondere mit Studioalbum Nummer zwei – METEORA (2003) – gelang es der Alternative Rock-/Nu Metal-Gruppe, sich die Musikwelt der frühen Zweitausender zu eigen zu machen und sowohl in den kommerziellen als auch unabhängigen Medien beinahe schon überrepräsentiert zu erscheinen.

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Doch auch die Nachfolger konnten sich hören lassen, wie die Kritik bewiesen hatte. MINUTES TO MIDNIGHT (2007), A THOUSAND SUNS (2010) und LIVING THINGS (2012) ritten die Erfolgswelle ebenbürtig weiter. Obwohl THE HUNTING PARTY (2014) und ONE MORE LIGHT (2017) ökonomisch etwas nachgelassen hatten, reihten sich die letzten beiden Linkin Park-Alben dennoch nahtlos in die bisherige Diskografie der Band ein.

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Über (Genre-)Grenzen hinweg

Obwohl es stilistisch oft zu Veränderungen gekommen war, blieb die Message von Linkin Park stets eindeutig: Es ist okay, anders zu sein, und du bist nicht allein. Ob Alternative-/Nu-/Electro-/Rap-/Hip-Hop- oder Rock-akzentuiert – es sollte funktionieren, wenngleich an diversen Stellen die Kritik laut wurde, ein längst überdehntes Crossover-Genre zu bedienen, das längst nicht mehr zeitgemäß wäre. Das durchaus berechtigte Feedback sollte sich jedoch nicht als rote Zahl im Verkaufsprofil der Band niederschlagen.

Heute haben Linkin Park mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft. HYBRID THEORY gilt sogar als eines der meistverkauften Alben in den USA jemals. Kaum eine Platte der Band hat keinen Platin-Status erreicht und sich über mehrere Monate hinweg in den Top-Positionen der internationalen Charts gehalten.

Dass Linkin Park insbesondere mit Chester Bennington an ihrer Spitze einen massiven Einfluss bewirkt haben, sollte unterdessen also jedem noch so Rock- und Metal-desinteressierten Menschen geläufig sein. Umso bitterer hallt die Tatsache nach, dass ein Mensch trotz oder gerade wegen seines Riesenerfolgs an die schmerzlichsten Grenzen des Selbst stoßen und daran zugrunde gehen kann. Wir möchten all unseren Respekt aussprechen, dass Chester Bennington, der sich stets an düsteren Abgründen wiederfand, über all die Jahre hinweg Wertvolles geleistet und die Musikwelt bewegt hat. Rest in power.

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Die Metal-Alben der Woche vom 15.11. mit Linkin Park, As I Lay Dying u.a.

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